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Arbeitsbelastungserprobung ablehnen?

von Hirschi05.12.2011 | 16:51
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Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

Hallo. Ich habe vor einem Monat eine fünfwöchige Reha absolviert, aus der ich als arbeitsunfähig entlasssen wurde. Krankgeschrieben bin ich schon seit Mitte Januar. Gegen Ende der Reha erfolgte noch ein Gespräch mit einem Reha-Berater der DRV. In diesem Gespräch wurde mir eine fünfwöchige Arbeitsbelastungserprobung nahegegt, womit ich grundsätzlich auch einverstanden war. Nun bekomme ich Post von der Rentenversicherung und der Einrichtung, in der diese ABE stattfinden soll. In beiden Schreiben ist nun davon dier Rede, dass diese Belastungserprobung 10 Wochen dauern soll! Erstens habe ich keinen Nerv, 10 Wochen abwesend von Frau und Wohnung zu sein, und außerdem ist es schwierig, von dem Übergangsgeld, pünktlich Miete und Strom zu zahlen! Ist es ratsam, sich einfach vom Hausarzt wieder arbeitsfähig schreiben zu lassen, so dass einem diese (doch sehr lange) ABE erst mal erspart bleibt?

9 Antworten

HSVam 05.12.2011 | 18:25
Wenn Sie meinen, nicht mehr arbeitsunfähig zu sein, dann haben Sie auch unverzüglich Ihre Arbeit wieder aufzunehmen. Ein "entweder oder" gibt es nicht!
Hirschiam 05.12.2011 | 18:45
Danke zunächst für die Antwort. Was ich meine, ist ja eigentlich unerheblich. Mir geht es primär darum, nicht diese zehnwöchige ABE mitmachen zu müssen! Besonders gut und arbeitsfähig fühle ich mich eigentlich nicht, habe die Einschränkungen bezüglich meines Gesundheitszustandes aber schon mit meinem Arbeitgeber besprochen! Aus seiner Sicht, und aus Sicht des Hausarztes besteht kein triftiger Grund, nicht zu versuchen, die Arbeit wieder aufzunehmen!? Die Rentenversichetung dürfte ja auch nicht sauer sein, wenn ich wieder arbeiten ginge!? Oder sehe ich irgendetwas falsch?
Krämersam 05.12.2011 | 18:56
Und wovon leben Sie dann , wenn kein Übergangsgeld ( weil keine ABE ) oder Krankengeld ( weil nicht mehr krank geschrieben ) mehr gezahlt wird ? Haben Sie den noch einen Job den Sie so einfach wieder aufnehmen können um Lohn zu bekommen ? Können Sie ihre Arbeitsleistung dem AG wirklich wieder voll zur Verfügung stellen ? Sonst wäre das nächste Problem und Ärger mit ihrem AG vorprogrammiert... Das die ABE nun länger dauert als in der Reha " besprochen " ist sicher kein Argument diese jetzt abzusagen. Und auch die Trennung von Frau und Kind oder sonst etwas sicher nicht. Und der Hausarzt kann Sie auch nicht wieder " arbeitsfähig schreiben " , sondern nur keine AU Bescheinigungen mehr ausstellen wenn Sie das nicht wollen. Dann gelten Sie automatisch wieder als arbeitsfähig.
Krämersam 05.12.2011 | 19:00
Ihr und mein Beitrag haben sich überschnitten.. Wenn es so ist wie Sie schildern steht dem nichts im Wege. Nehmen Sie dann ihre Arbeit einfach wieder auf und die ABE wäre vom Tisch. Die RV wird dies sogar begrüßen, weil die dann ja nicht zahlen müssen... Problematisch wird es erst dann wenn Sie wieder AU würden, weil Sie ihre Arbeit nicht mehr schxaffen. Dann geht der ganze " Zirkus " wohl von vorne wieder los...
Krämersam 05.12.2011 | 19:28
Im Normalfall würde man bei einem Fall wie ihrem eigentlich eine richtige Wiedereingliederung nach dem sog. Hamburger Modell machen. Vorteil wäre, das Sie während dieser Zeit weiter als AU gelten und entweder Krankengeld von der Krankenkasse oder Übergansggeld von der RV erhalten würden. Sie könnten dann jederzeit diese WE abbrechen wenn es ihnen schlecht geht und sie die Arbeit nicht mehr schaffen. Außerdem könnte die zu arbeitende Stundenanzahl z.b. wöchentlich oder monatlich so gesteigert werden, das dies ihrer weiteren Gesundung nicht im Wege steht. Allerdings hätten Sie dann eben weiterhin nur das niedrige Kranken- oder Übergansgeld zur Verfügung und kein richtiges - höheres - Gehalt von ihrem AG. Und es scheint ihnen ja hauptsächlich darauf anzukommen wieder das höhere Gehalt zu bekommen. Aber wenn dies alles auch so einfach und scheinbar unbürokratisch mit ihrem AG zu regeln ist wie Sie schreiben würde ich das wohl auch so machen. Nur leider hat nicht jeder so einen verständnisvollen AG..
Hirschiam 05.12.2011 | 19:13
Danke. Es ist ja "nur" so, dass ich krankgeschrieben bin, arbeitslos bin ich ja nicht. Sonst würde ich diese ABE ja mitmachen, ohne finanzielle Einbussen zu haben! So kann ich wieder langsam wieder anfangen zu arbeiten, und mein Chef wäre auch nicht sauer, wenn ich wieder abeitsunfähig würde, weil die sechswöchige Lohnfortzahlung ja auch nicht greift, wenn ich wegen der gleichen Krankheit wieder "feiern" müsste. Jetzt weiß ich ja, was zu tun ist... Danke.
Hirschiam 05.12.2011 | 19:41
Mit der Höhe des Krankengeldes käme ich noch lange gut klar. Aber so langsam fällt einem zuhause schon mal die Decke auf den Kopf. Ich kann über meinen Chef wirklich nicht klagen, in einer anderen Firma wäre sicher schon längst versucht worden, mich "abzusägen, und meinen Arbeitsplatz wegzurationalisieren"! Danke nochmal...
Cheam 05.12.2011 | 21:54
HEIL !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! HEIL !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! HEEEEEEIIIIIIIIIIIIIL !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Hirschiam 06.12.2011 | 10:10
So werde ich es machen. Vielen Dank!
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