Hallo Madeleine,
ob Sie hier so ganz richtig sind, oder Sie z.B. im
Krankenkassenforum.de
besser ‚aufgehoben‘ wären, hängt auch etwas davon ab, wer Leistungsträger bei Ihnen ist, AOK oder DRV.
Aber da Sie im Zuge der verschiedenen Klinikaufenthalte bereits Erwerbsminderungsrente beantragt haben, sind Sie hier auch nicht völlig verkehrt :-)
Sofern eine EM-Rente beantragt wurde, wird zunächst ohnehin erst einmal anhand der vorgelegten Befunde überprüft, ob eine medizinische Reha dazu führen könnte, den gesundheitlichen Zustand soweit zu stabilisieren, dass die gefährdete Erwerbsminderung verhindert werden könnte. Evtl. auch erst durch nach der medizinischen Reha weiterführende Maßnahmen. Die Reha ist dann also zunächst einmal dazu da, dies genauer einschätzen zu können. Jedenfalls werden Sie dort nicht auf den Arbeitsmarkt vorbereitet, sondern es wird festgestellt, wie weit Sie gesundheitlich überhaupt noch auf dem Arbeitsmarkt erwerbstätig sein können. Ein bereits festgestellter GdB hat darauf übrigens keinen Einfluss, jedoch werden natürlich trotzdem vorliegende Krankheiten berücksichtigt, aber eben mit Schwerpunkt darauf, ob Sie damit weiterhin noch ausreichend erwerbstätig sein können oder nun eben nicht mehr in dem Umfang, wie es trotz Ihrer Behinderung bisher ja wohl noch ging.
Allerdings kann es sich bei der von Ihren Klinikärzten nun vorgeschlagenen ‚Reha‘ auch zunächst um eine AHB (Anschlussheilbehandlung) handeln, die wirklich rein medizinisch notwendig ist, um Sie überhaupt erst mal wieder ‚alltagstauglich‘ zu machen um dann später zu schauen, wie man Sie wieder ‚erwerbsfähig‘ machen könnte.
Dies und auch Ihre Bedenken sollten Sie also vordringlich mit den dort zuständigen Ärzten (und Therapeuten) klären/besprechen. Und wie Sie selbst sagen, erscheint eine Anschlussreha sinnvoll. Aber vielleicht ist es dennoch möglich, Ihnen eine kleine Verschnaufpause zu gönnen in der Sie für ein bis zwei Wochen davor noch nach Hause können. Hierfür eine Begründung könnte ja auch sein, dass Sie mit Flügelhemd aus der Klinik wohl schlecht fünf Wochen Reha gesundheitsfördernd wahrnehmen können, weil zumindest zu den Therapiemaßnahmen (wie auch immer aktuell noch eingeschränkt) angemessene Kleidung erforderlich ist und Sie deshalb ja irgendwie in Ruhe einen Koffer packen dürfen müssten.
Außer Ärzten und Therapeuten gibt es auch in einer Akutklinik übrigens eigentlich immer einen ‚Sozialdienst‘, also Ansprechpartner, die unter anderem dafür zuständig sind, gemeinsam mit Ihnen die bestmögliche Nachversorgung zu finden und Sie auch über Alternativen zu beraten. Sofern Sie zu dieser Stelle noch keinen Kontakt hatten, fragen Sie sich durch, wie Sie an die herankommen bevor Sie aus der Klinik entlassen werden.
Und über diesen Link sollten Sie das für Ihren Wohnort zuständige Integrationsamt finden, deren Mitabeiter Ihnen auch beratend zur Seite stehen können
https://www.integrationsaemter.de/Aktuell/72c/index.html
Alles Gute und trotz aller noch nicht ganz geklärten Fragen ein nettes Wochenende!!