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Experten-Antwort

betriebliche Altersvorsorge ruhen lassen oder weiterführen

von roadrun8715.01.2016 | 09:12
2188 Ansichten
8 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Guten Morgen, vor etwa 2,5 Jahren habe ich einen Vertrag zur betrieblichen Altersvorsorge abgeschlossen. Im Nachhinein betrachtet, muss ich wohl sagen, ich habe mich von der Entgeltminderung blenden lassen. Ich höre nun Aussagen wie: - Die Minderung der gesetzlichen Rente durch verringertes Brutto + nachträgliche Versteuerung etc schlucken die ganzen Vorteile und machen daraus ein Minusgeschäft. Info: Mein Arbeitgeber beteiligt sich nicht an den Einzahlungen. Ich bin jetzt etwas verunsichert. Ruhen lassen, Kündigen (ist wohl nicht so einfach) oder weiter mit 100€ vom Bruttolohn bedienen. Wie ist die Meinung hier? Lässt sich berechnen ob sich das für mich lohnt?

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

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Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Da lässt sich im Online Forum kaum etwas Verbindliches sagen.

Beim Anbieter des Produkts können Sie sich über Kosten, Renditeerwartung, etc. informieren.

Die Verbraucherberatungen bieten ebenfalls Beratungen zu diesem Thema an.

Einige Träger der DRV, so z.B. die DVR Baden-Württenberg bieten Altersvorsorgeberatungen an, bei denen Sie Informationen zur Vorsorge erhalten. Erkundigen Sie sich bitte ob Ihr Träger dies im "Angebot" hat.

Die Entscheidung nach Abwägung aller Vor- und Nachteile liegt jedoch bei Ihnen.

Deutsche RentenversicherungSie möchten persönlich beraten werden?Beratungsangebote der Deutschen Rentenversicherung

7 Antworten

Heinrich M.am 15.01.2016 | 11:18
Die Betriebsrente soll reformiert werden. Aber keiner traut sich so richtig dran. Stattdessen gibt man Gutachten in Auftrag (sowohl Schäuble als auch jetzt sogar Nahles), wohl eher um Zeit zu gewinnen als um wirklich eine gute Handlungsgrundlage zu haben. Die Krankenkassen, die Arbeitgeber und Finanzindustrie wollen keine Zugeständnisse machen. Die Arbeitgeber klagen über die finanziellen Lasten durch die Betriebsrentenzusagen, die viele von ihnen schon an den Rand des Ruins gebracht werden. (siehe Fleischmann). Ob da jemals was Vernünftiges rauskommt?
Stefan P.am 15.01.2016 | 11:06
Ausgehend von den Rahmendaten: -Arbeitgeber gibt nichts dazu -gesetzlich Krankenversichert (was bedeudet, daß in der Rente auch Krankenversicherungs- und Pflegeversicherungsbeiträge zu zahlen sind) wird zumeist vom Abschluß eines Betriebsrentenvertrages abgeraten. (insbesondere auch dann, wenn man den Arbeitgeber ab und zu wechselt, denn nicht jeder Arbeitgeber übernimmt ihren alten Betriebsrentenvertrag) Nichtsdestotrotz brauchen die meisten eine zusätzliche Altersvorsorge. Aber meines erachtens nicht eine Altersvorsorge, wo der Staat seine Finger drinnen hat. Ansonsten müssen sie befürchten, daß das ein Vorwand ist, um später diese Vorsorgeprodukte mit höheren Sozialabgaben und Steuern zu belegen. Mit der Betriebsrente hat der Staat es bereits getan und zwar in einem Ausmaße, daß für viele die Betriebsrente zu einem Verlustgeschäft geworden ist.
Frau Teslaam 15.01.2016 | 10:54
Welche Punkte es bei einer Betriebsrente zu beachten gilt, zeigt die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in der Online-Ausgabe der Stuttgarter Nachrichten vom 15.03.2015 in dem Artikel von Heike Armbruster auf. http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.betriebliche-altersvors…
Heinrich M.am 15.01.2016 | 11:18
Die Betriebsrente soll reformiert werden. Aber keiner traut sich so richtig dran. Stattdessen gibt man Gutachten in Auftrag (sowohl Schäuble als auch jetzt sogar Nahles), wohl eher um Zeit zu gewinnen als um wirklich eine gute Handlungsgrundlage zu haben. Die Krankenkassen, die Arbeitgeber und Finanzindustrie wollen keine Zugeständnisse machen. Die Arbeitgeber klagen über die finanziellen Lasten durch die Betriebsrentenzusagen, die viele von ihnen schon an den Rand des Ruins gebracht werden. (siehe Fleischmann). Ob da jemals was Vernünftiges rauskommt?
Hans B.am 17.01.2016 | 18:45
Die Alterssicherung steht im demografischen Wandel stabiler, wenn sie sich auf mehrere starke Säulen stützt. Deswegen werden wir die betriebliche Altersvorsorge stärken. Sie muss auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Klein- und Mittelbetrieben selbstverständlich werden. Daher wollen wir die Voraussetzungen schaffen, damit Betriebsrenten auch in kleinen Unternehmen hohe Verbreitung finden. Hierzu werden wir prüfen, inwieweit mögliche Hemmnisse bei den kleinen und mittleren Unternehmen abgebaut werden können. Wir werden auch im europäischen Kontext darauf achten, dass die guten Rahmenbedingungen für die betriebliche Altersvorsorge erhalten bleiben. Wenn die Koalitionsparteien noch in dieser Legislaturperiode für die Betriebsrente was erreichen wollen, müssen sie sich ins Zeug legen, denn die nächste Bundestagswahl ist 2017.
Johannes Kranzam 19.01.2016 | 11:32
Die Situation um die Betriebsrente mit ihren Vor- und Nachteilen wurde auch auch kabarettistisch im Fernsehen in 'Die Anstalt' mit Max Uthoff, Claus von Wagner, Jochen Busse, Christoph Sieber und Timo dargestellt: https://www.youtube.com/watch?v=Cc1LNBMyg0A
E. Rubelam 20.01.2016 | 13:24
Das liegt meines erachtens sozusagen auf der Hand, daß die Betriebsrente sich für den AN nicht rentiert, wenn der AG nichts dazugibt. Gibt der AG nichts dazu und ist man gesetzlich Krankenversichert, dann sparen sowohl AG als auch AN ihren Sozialabgabenanteil bei der Ansparung. Bei Auszahlung bzw. in der Rente hat der AN die vollen Sozialabgaben alleine - ohne Beteiligung eines AG - zu tragen. Mithin bleibt sozusagen als ein halber Anteil an den Sozialabgaben als Verlust für den AN. Und was die Steuer angeht, handelt es sich eh und jeh nur um eine Steuerstundung im Rahmen der sog. nachgelegarten Besteuerung.
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