Hallo Modi1969,
Danke für die Einschätzung zunächst mal, dann will ich die Situation kurz darlegen: Noch habe ich keinen neuen Vertrag, alles ist noch im Stadium der Planung. Mein bestehender Vertrag ist ein Bausparvertrag, seit 9 Jahren in der Ansparphase. Es war nie geplant, das angesparte und geförderte Kapital oder das anschliessende Darlehen für Wohnriester zu verwenden (zu kompliziert).
Der Plan war, bei Zuteilung das Darlehen (ungefördert) für wohnwirtschafltiche Zwecke zu verwenden, und das geförderte angesparte Guthaben auf einen anderen Anbieter zu übertragen, oder aber, falls die Bausparkasse bis dahin (also heute) ein entsprechendes Produkt anbietet, dort weiter zu beriestern. Diese Konstruktion war durchaus plausibel und wurde verschiedentlich angewandt, einfach mit dem Ziel, weniger finanziellen Aufwand zu betreiben um an ein Bauspardarlehen zu kommen. Mittlerweile ist klar, dass die Bausparkasse (LBS) kein plausibles Anschlussprodukt anbietet. Nun bin ich aber inzwischen schon 54 Jahre alt, und alles was mir an Neuverträgen angeboten wird, stellt sich ungefähr so dar:
Ohne Besteuerung der Rente hätte ich mit 85 Jahren, soviel Rente erhalten, wie ich an Kapital bis Renteneintritt angespart hätte, wenn ich nur einigermaßen sinnvoll und sicher mit den Eigenbeiträgen wirtschaften und auf die Zulagen pfeifen würde. Wenn ich noch die Besteuerung mit einrechne wird es vollends zur Lachnummer, ich müsste deutlich älter als hundert Jahre werden, damit die Riesterrente konkurrenzfähig wird. Ausserdem bietet mir keiner mehr einen Neuvertrag an, bei dem ich bereits mit 62 in die Rentenphase eintreten könnte. Wie ich es drehe und wende: ohne Riesterrente komme ich bei Zugrundelegung einer realistischen Lebenserwartung in etwa zur selben "Bruttorente", nur dass ich die nicht versteuern muss, sie vererben kann, dann habe kann, wann ich will, undsoweiter. Dennoch würde ich gerne von den Zulagen, die für meine Frau, mich und drei Kinder momentan noch gezahlt werden, profitieren, weshalb ich über folgenden Plan nachdenke:
Meein Frau ist mittelbar förderberechtigt, und hat einen gut verzinzten Sparplan mit der Zusage, diesen in zehn Jahren (dann ist sie 62) gegebenenfalls als Kleinstbetragsrente zu den hierfür vorgesehenen Bedingungen sofort ausgezahlt zu bekommen. Würden zusätzlich zu ihrem Sockelbeitrag und Ihrer Förderung alle Kinderzulagen auf auf diesen Vertrag einzahlt, wäre dort in zehn Jahren etwa das Maximum dessen angespart, was sicher noch zu einer Kleinstbetragsrente führen würde. Hierfür muss aber ich als unmittelbar förderberechtigter natürlich weiterhin meinen Mindesteigenbeitrag leisten. Dies würde ich gerne in einen neuen Vertrag tun, mit dem Ziel, diesen auch nur nur solange zu besparen, wie dort die Möglichkeit der Handhabung als Kleinstbetragsrente besteht, weil das angesparte Kapital nicht zu groß wird, was zeitlich passen würde. Wenn ich aber in diesen Verrag das bereits bestehende übertrage, ist dies Möglichkeit schon vertan, weshalb ich auf jeden Fall einen Neuvertrag benötige. Natürlich kann ich eien zweiten Neuvertrag abschliessen und den alten von der Bausparkasse dahin übertragen, aber dann ich hierbei das oben skizzierte Szenario, und es wäre mir lieber, die dort schon erhaltenen Zulagen zurückzugeben, und dafür mit meinen dort geleisteten Eigenbetirägen frei wirtschaften zu können.
Das war lang und trotzdem noch recht oberflächlich. Ich hoffe, es war wenigstens nicht wirr. Sie raten, direkt bei der ZfA zu fragen. Haben Sie damit schon Erfahrungen?
Danke für's Lesen
Riesteraussteiger