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Experten-Antwort

Nach beruflicher Reha arbeitslos, was tun?

von Der Logistiker15.01.2016 | 05:32
2268 Ansichten
7 Antworten

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Hallo, ich habe vor 20 Jahren Kaufmann gelernt, aber nie auf dem Beruf gearbeitet, sondern hauptsächlich in der Logistik. Wegen gesundheitlicher Probleme hab ich Leistungen zur Teilhabe von der DRV bekommen. War vorher gesamt über 5 Jahre arbeitslos. Mein Rehaberater meinte, wegen meinem Beruf wären nur kaufm. Qualifizierungen möglich. Hab ich dann gemacht und bin seit 7 Monaten fertig und seither wieder arbeitslos. Von gefühlten 100 Bewerbungen hatte ich nur 1 Vorstellungsgespräch bei einer Zeitarbeit, die mich verarschen wollten - Arbeit als Buchhalter, Bezahlung als Hilfskraft. Ich bin jetzt 51 und habe keinen Tag Berufserfahrung, wer stellt so jemanden ein? Niemand. Ich verzweifel noch und weis nicht mehr was ich machen soll. Vom Jobcenter bekomme ich nur noch Vermittlungsvorschläge als Bürohilfe zugeschickt, aber damit kann ich mich nicht identifizieren. Habe ich noch andere Möglichkeiten durch die Teilhabe, um endlich wieder Arbeit zu bekommen? Gruß

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Auch ich kann Ihnen nur raten sich erneut mit dem zuständigen Rehaberater der DRV in Verbindung zu setzen und ihm die weiteren Ziele bzw. Ihre beruflichen Vorstellungen zu besprechen.

Dann muss entschieden werden ob weitere Maßnahmen bewilligt werden können.

Deutsche RentenversicherungSie möchten persönlich beraten werden?Beratungsangebote der Deutschen Rentenversicherung

6 Antworten

???am 15.01.2016 | 07:53
"Ich bin jetzt 51 und habe keinen Tag Berufserfahrung, wer stellt so jemanden ein? " Da haben Sie leider Recht, aber dieses Problem war absehbar. Und es wird auch nach einer weiteren Qualifizierung nicht besser werden. Von daher sollten Sie mit Ihrem Reha-Fachberater reden und sich über Möglichkeiten der direkten Integration informieren. Da gibt es sog. Integrationsmaßnahmen, Betreuung durch den IFD usw. Was für Sie in Frage kommt bzw. in Ihrer Region angeboten wird, müssen Sie halt mal schauen.
=//=am 15.01.2016 | 13:37
GENAU aus diesem Grund werden auch zum Beispiel keine Umschulungen mehr ab einem gewissen Alter des/der Versicherten von der DRV gezahlt. Was oft zu Widersprüchen gegen Ablehnungsbescheide LTA führt. Andererseits ist in diesem Fall natürlich die Arbeitsagentur gefragt. Vielleicht sollten Sie - anstelle weiterhin arbeitslos zu sein - doch mal eine Vermittliung als Bürohilfe annehmen? im Bewerbungsgespräch kann man dann immer noch detailliertere Angaben, z.B. zur Weiterqualifizierung, machen. Sie können nicht unbedingt erwarten, gleich als Buchhalter eingestellt zu werden. Aber das ist alles eine Einstellungssache. Lieber arbeitslos als eine "niedrigere" Arbeit anzunehmen? Außer den bisherigen Ratschlägen wird Ihnen hier im Forum niemand weiterhelfen können.
KSCam 15.01.2016 | 14:50
Auch ich denke dass Sie lernen sollten sich mit gewissen Tätigkeiten zu "identifizieren". Wenn Sie das nicht wollen oder können werden Sie sich auf Dauer wohl oder übel mit Hartz4 identifizieren müssen. Was besser ist, müssen Sie wissen, bis Sie mit 63 frühestens in Rente gehen können, geht es immerhin noch um 12 Jahre.
Schorscham 15.01.2016 | 15:05
Zitat von Der Logistiker anzeigenausblenden
Da man als "JobCenter-Kunde" JEDE zumutbare Arbeit annehmen muss, also JEDE Arbeit, die einen weder körperlich noch geistig überfordert, ist es den JobCentern gewöhnlich völlig egal, ob sich die Kunden mit angebotenen Stellen "identifizieren" können oder nicht. In Ihrem Alter und angesichts des derzeit nicht gerade rosigen Arbeitsmarktes, sollten Sie froh sein, wenn Sie tatsächlich irgendwo als "Bürohilfe" eingestellt werden. Danach können Sie sich immer noch etwas Besseres suchen.
Direktoram 15.01.2016 | 16:05
Zitat von Der Logistiker anzeigenausblenden
Tja da hat einfach die Logik versagt Herr Logistiker.Alle Beratungen der DRV sind ja gut gemeint aber iergendwo sind hat doch Grenzen was die berühmten"LTA" angehen.Würde manchem Ratsuchendem die "Wahrheit" bei der Beratung gesagt würde es böeses Blut geben.Also bekommt der Versicherte was er will oder sucht.Ob das Ganze wirklich Sinn macht das bleibt mal im Verborgenen.Ob nach der "LTA" eine Vermittlung oder Eingliederung gelingt ist ab einem Alter um die 50 und höher sehr fraglich.Das wird aber nicht beraten bez.nicht wirklich beachtet,weil der Versichter das ja auch gar nicht hören will.Aber wärend der "LTA" fällt der Versicherte ja beim Arbeitsamt aus der Statistik was ja ne tolle Sache ist.Aber dem Versicherten nicht wirklich hilft.Siehe den Logistiker.
Der Logistikeram 16.01.2016 | 20:47
@Direktor Ich war ja gar nicht scharf auf die kaufm. Qualifizierung, hab die nur gemacht weil mein Rehaberter meinte, es gäbe keine andere Möglichkeit. Was mir fehlt war eine anschließende Hilfe, um Arbeit zu bekommen. Wenn ich mich ohne weiterführende Unterstützung auf mich allein gestellt auf dem Arbeitsmarkt bewerben muss, dann kann ich wahrscheinlich noch 500 Bewerbungen schreiben ohne einen Job zu finden. Ich werde das jetzt mit dem Integrationsfachdienst versuchen, vieleicht können die mich entsprechend unterstützen.
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