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Experten-Antwort

Post Covid Reha abgelehnt.

von Martin05.05.2023 | 22:49
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20 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Habe Ende letzten Jahres über meinen Psychotherapeuten eine Rehabilation bei der Rentenversicherung beantragt, da meine Erwerbsfähigkeit gefährdet ist. Diese wurde im Januar 2023 trotz Widerspruch wegen der Vierjahresfrist abgelehnt, da ich bereits 2020 eine psychosomatische Rehabilation erhalten habe. Anfang November 2022 erkrankte ich trotz viermaliger Impfung (bin Risikopatient) an Corona und wurde dem Gesundheitsamt gemeldet. Nun habe ich im Januar 2023 nochmals über meinen Psychotherapeuten mit Hinweis auf Corona eine Rehabilation beantagt. Diese wurde wieder abgelehnt wegen der Vierjahresfrist und dem Hinweis eine psychosomatische Behandlung vor Ort reiche aus. Nun wieder Widerspruch mit zusätzlichen Attesten von meinem Hausarzt und Kardiologen aus denen hervorgeht dass ich unter Post Covid leide. Habe Fatigue, Konzentrations u, Gdächnisprobleme, Muskel und Gelenkschmerzen und erhöhten Puls. Nun wurde wieder kein Abhilfebescheid erteilt sondern der Antrag wird dem Widerspruchausschuss vorgelegt.(Ergebnis steht noch aus) Obwohl die Rentenversicherung auf Ihren Internetseiten eine Rehabilation bei Post Covid empfiehlt wird sich einfach auf die Vierjahresfrist berufen obwohl Post Covid eine neue Krankheit ist. Bin nun seit über 5 Monaten Arbeitsunfähig und beziehe Krankengeld. Wurde auch schon von der KK aufgefordert eine Rehabilation bei der Rentenversicherung Knappschaft zu beantragen. Eine Klage über den VDK würde mir im Augenblick auch nicht helfen dies ja bekanntlich sehr lange dauert. Hoffe nur das diesmal der Widerspruchausschuss die Atteste und Sachlage richtig beurteilt. Habe das Gefühl das der Sachbearbeiter pauschal wegen der Vierjahresfrist ablehnt und die Befunde nicht richtig gelesen werden.

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo Martin,

bitte warten Sie das Ergbnis der Überprüfungen im Widerspruchsausschuss bei Ihrem Rentenversicherungsträger ab.

Parallel könnten Sie mit Ihren behandelnden Ärzten und Ihrer Krankenkasse nochmals überlegen, inwieweit es alternative Behandlungsmöglichkeiten für Sie gibt.

Leider können wir in diesem Forum keine andere Einschätzung abgeben, auch wenn Ihre gesundheitliche Situation sicherlich angespannt ist.

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19 Antworten

Martinam 06.05.2023 | 00:34
Nachtrag: Bin 58 Jahre alt und habe beruflich und privat immer alles zu 120% gegeben. Was kann ich noch tun falls die Rentenversicherung erneut die Reha ablehnt.?? Bin verzweifelt und möchte nur weiterhin in meinem Beruf weiterarbeiten.
Martinam 06.05.2023 | 13:49
Alternative wäre eine Krankenhauseinweisung in eine psychosomatische Klinik. Leider sind auch hier die Wartezeiten sehr lang und muss von der Krankenkasse genehmigt werden. Diese Kliniken haben meistens nur Zweibettzimmer und wäre für mich ein Alptraum, da ich eh Schlafprobleme habe. Bekannte haben sogar 2x im Jahr eine Reha von der RV genehmigt bekommen, einmal orthopädisch und einmal psychosomatisch, weil es zwei verschiedene Krankheiten sind. Post Covid ist auch neu. Anscheinend ist da die Deutsche Rentenversicherung kulanter als die Knappschaft. Hätte gerne wieder eine Reha gemacht da die letzte mir sehr geholfen hat.
KSCam 06.05.2023 | 13:34
Haben Sie schon mit Ihren Ärzten gesprochen wie man Ihnen medizinisch alternativ helfen kann. Alls was man medizinisch in einer Reha machen kann, kann doch auch zu hause verschrieben werden? Wo ist das Problem? Wenn es keine weitere Reha gibt müssen Sie und die Ärzte eben nach alternativen Therapiemöglichkeiten suchen.
KSCam 06.05.2023 | 14:28
Sie wollen die Reha und kämpfen darum - das ist Ihr gutes Recht. Aber ob es dann klappt, steht auf einer anderen Seite. Nur weil jemand anderer 2 mal ne Reha bekam, haben Sie darauf nur dann einen Anspruch wenn die DRV Ärzte das als notwendig erachten. Bisher sah man das wohl anders. Hilfe kann Ihnen das Forum da nicht geben.
Maxam 06.05.2023 | 14:11
Sorry das mit dem VdK habe ich überlesen....
Maxam 06.05.2023 | 14:10
Hallo! Haben Sie schon mal mit einem Sozialverband gesprochen...die sind in solchen Dingen ja auch kompetent....Rehaantrag.....Widerspruch....da stehen Ihnen auch Fachanwälte zur Seite...ein Versuch wäre es ja wert...auch als Nichtmitglied sollte das gegen eine kleinere Gebühr möglich sein! Max
Frageam 06.05.2023 | 16:49
... Wurde auch schon von der KK aufgefordert eine Rehabilation bei der Rentenversicherung Knappschaft zu beantragen... Hallo Haben Sie mal bei der KK vorgesprochen, wie diese Ihnen helfen kann. Sie sind ja gewillt eine Reha zu absolvieren, sprich Ihre Mitwirkung auch auf Wunsch der KK hin auszuüben.
Martinam 06.05.2023 | 17:50
Danke für den Tipp. Werde dass Ergebnis vom Widerspruch abwarten und dann ggf. mal persönlich bei der KK um Hilfe bitten.
Martinam 06.05.2023 | 18:42
Hier der orginale Text der Rentenversicherung: Eine Infektion mit dem Coronavirus kann zu schweren gesundheitlichen Langzeitfolgen führen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht hier von Post-COVID, umfasst ist davon auch das sogenannte Long-COVID-Syndrom. Ist dadurch die Erwerbsfähigkeit gefährdet, haben Rentenversicherte Anspruch auf Reha-Leistungen der Deutschen Rentenversicherung. Diese kann dabei helfen, wieder zu Kräften zu kommen und Schritt für Schritt ins Berufs- und Alltagsleben zurück zu finden. Sollten noch dazuschreiben: Nur bei Einhaltung der Vierjahresfrist.
Abschlägeam 06.05.2023 | 19:01
Zitat von Martin anzeigenausblenden
Hier steht aber nichts davon, dass Sie einen Anspruch auf eine stationäre Reha haben, denn auch ambulante Maßnahmen fallen unter den Begriff Reha-Leistungen. Aber wenn die Krankenkasse Sie aufgefordert hat, dann sollte doch auch die sich darum kümmern, dass Sie nun die entsprechend notwendigen Therapien erhalten und Ihnen nicht auch noch einen Widerspruchsstress überlassen, weil diese die Zuständigkeit anscheinend auf die DRV geschoben hat. Wenden Sie sich ggfs. an den Bürgerservice des Gesundheitsministeriums, die sollten wissen, wie es sich mit dieser 'neuen' Krankheit verhält. Viel Erfolg und alles Gute!
Weiß nichtam 06.05.2023 | 19:08
Sie schreiben,dass die Reha über Ihren Psychotherapeuten beantragt wurde. Insgesamt ist mein Eindruck, dass Sie eine Reha mit Schwerpunkt Psyche wollen. Die hatten Sie aber in den letzten 4 Jahren schon. Wenn Sie eine Reha wegen Post Covid wollen, sollte das auch in den Vordergrund gestellt werden und nicht ergänzend darauf hingewiesen. Ich denke auch, dass ein Befund eines Neurologen, Lungenfacharztes und sogar des Hausarztes sinnvoller wäre als vom Psychotherapeuten.
Martinam 06.05.2023 | 19:24
Attest vom Hausarzt, Kardiologen waren dem Widerspruch beigelegt. Auch Belege von Physiotherapie, Atemtherapie u.s.w. mehr geht nicht.
Martinam 07.05.2023 | 00:24
Von Abschläge: Hier steht aber nichts davon, dass Sie einen Anspruch auf eine stationäre Reha haben, denn auch ambulante Maßnahmen fallen unter den Begriff Reha-Leistungen. Nicht ganz richtig: Rehamaßnahme wurde abgelehnt egal ob stationär oder ambulant. Eine ambulante Reha findet in einem Rehazentrum in Wohnortnähe statt, morgens zur Therapiebehandlungen und abends wieder nach Hause. Bekomme im Augenblick nur was die Ärzte verschreiben können und die KK bezahlt, wie Physiotherapie oder MT Therapie etc. Hatte eine Wartezeit von 4 Wochen um meine erste Phsysiotherapiestunde zu bekommen, so ist es überall egal ob Therapie oder Facharzt. Für die Anwendungen die ich nur an einem Tag auf stationärer Reha bekommen könnte brauche ich Vorort zig Wochen. Außerdem leide ich unter Fatique da ist von einer Minute auf die andere der Akku leer und ich muss mich hinlegen. Aber trotzdem DANKE an alle die versucht haben mir einen Rat zu geben. Schönes Wochenende.
Janaam 07.05.2023 | 18:08
Erstmal alles zu Hause versuchen. November Corona und Januar Rehaantrag, noch dazu vom gleichen Psychiater, klingt auch für mich nach psychosomatische Reha um jeden Preis. Hausarzt ins Boot nehmen, Fachärzte, versuchen was gegen Post Covid zu tun und dann genau deswegen in Reha gehen.
Martinam 07.05.2023 | 20:16
Hausarzt ins Boot nehmen, Fachärzte, versuchen was gegen Post Covid zu tun und dann genau deswegen in Reha gehen. Was denken Sie warum ich hier von einem Facharzt und Therapie zu anderen gehe inkl. Wartezeiten ab 4 Wochen. Es gibt noch keine genaue Behandlung und auch kein Medikament. Hätte auch über meinen Hausarzt einen Rehaantrag stellen können aber da bereits ein Antrag gestellt war, wurden die Atteste dem Widerspruch beigelegt. Die Befunde und Atteste würden sich nicht ändern, nur der Antagssteller. Wenn Sie mal im Netz forschen was Post Covid eingentlich bedeutet würden Sie hier nicht so schreiben. Es gibt viele Berichte über gute Reha Erfolge bei Post Covid. Viele Post Covid Erkrankte sind Gesundheitlich und finanziell am Ende und fühlen sich im Stich gelassen. Habe mir ein Fitnessrad zugelegt um meine Leitung zu steigern und viele Hundert Euro für Vitaminpräparate ausgegeben. Möchte nur wieder ganz normal arbeiten, ist aber leider nicht möglich. War bereits vorher psychosomatisch stark angeschlagen und Post Covid kam dazu.
Abschlägeam 07.05.2023 | 20:43
Wie schon zuvor erwähnt, wenden Sie sich (auch) an die Ansprechpartner im Bundesgesundheitsministerium. Die DRV selbst lehnt ja wohl nicht aus Böswilligkeit ab, sondern weil dieses Thema neu und auch noch zum Teil unerforscht ist. https://patientenbeauftragter.de/long-covid/ Aktuell wird gerade noch speziell etwas untersucht, vielleicht benötigen die noch einen Probanden? Eine Anfrage wäre es doch vielleicht wert? https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/ressortf… Weiterhin viel Kraft, Mut und alles Gute!
Martinam 07.05.2023 | 21:18
Auch bei Post Covid Ambulanzen sind lange Wartezeiten. Außerdem wäre die nächste Möglichkeit ca. 250 km einfach entfernt. Wenn die Krankheit für die RV neu ist dann sollten sie auf Ihren Internetseiten keine Hilfe suggerieren. Post Covid Patienten greifen nach jedem Strohhalm um endlich wieder ein normales Leben führen zu können.
Martinam 07.05.2023 | 22:42
Verteidige mich nur, da mir teilweise unterstellt wird nicht alles mögliche Vorort zu versuchen. Habe schon viel Geld aus eigener Tasche bezahlt und Therapien wahrgenommen. Möchte einfach nur wieder einigermaßen Gesund werden und in meinem Beruf weiterarbeiten. Vom Krankengeld kann ich auf Dauer nicht leben. Dass mir hier im Forum keiner meine Reha genehmigen kann ist mir schon klar. Suchte nur verzweifelt um Rat und fühle mich wie tausende andere Post Covid Patienten vom Gesundheitssystem nicht verstanden, und im Stich gelassen.
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