Hallo Rheiner,
ich kann Ihre Zahlen nicht bestätigen!!
Der einfache Überschlag könnte wie folgt lauten (KV/Pflege und Steuern mal nicht berücksichtigt):
20 Monate früher in Rente bei 6% Abzug = 94% meiner Rente bekomme ich. Macht in 20 Monaten a 94% = 1880% Rente, die ich würde haben können.
Jetzt lasse ich diesen Betrag (1880%) liegen und gönne mir später die um 6% erhöhte Rente. Wie lange müsste ich 6%/mtl. mehr beziehen, bis ich auch die 1880% zusammengetragen habe.
Ergebnis: um die 300 Monate (= 25 Jahre)
Aber ACHTUNG:
Folgende Unbekannte Faktoren machen diese Rechnung unglaubwürdig und verbieten daher ein solche Rechnung eigentlich:
1) steuerliche Veränderungen (späterer Rentenbeginn = höherer Besteuerungsanteil)
2) gesetzlich oder privat krankenversichert? (ggf. gibt´s einen Beitragszuschuss, dann ändert sich das Verh. schon kräftig). Vielleicht kann auch einfach ein späterer Rentenbeginn zur Pflichtversicherung in der KvdR führen.
3) Wie sieht das Rentenrecht in 20 Monaten aus? Besser, schlechter, unverändert?
4) Hängen andere Leistungen von der Rente ab (zB Anspruch auf Betriebsrente)?
5) Stelle ich die Amortisationsrechnung nur auf mich ab? Werden ggf Hinterbliebene profitieren?
6) Die Rente wird (sehr sicher) die nächsten 25 Jahre nicht ohne Rentensteigerungen gezahlt werden. Wie kalkuliere ich diese mit ein?
7) Kalkuliere ich mit irgendeinem Rechnungszins? Wenn ja, welchen?
....und viele weitere nicht abschätzbare Faktoren.
Daher bitte -wenn auch für sie evtl. nicht so wirklich glücklich- die Einzelfallentscheidung der/des Rentenberechtigten akzeptieren.
Alleine diese Person wird die ausschlaggebenden Gründe für die Nichtbeanspruchung der möglichen Rente beantworten können.