Gießen/Frankfurt (dpa/lhe). Alkohol gehört für viele Menschen dazu, immer öfter ist dies aber auch nicht der Fall: Der Konsum sinkt, der Absatz alkoholfreier Alternativen steigt. So sank der Pro-Kopf-Konsum von reinem Alkohol nach Angaben der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen in Deutschland von 11,7 Litern im Jahr 2012 auf 10,0 Liter im Jahr 2024. Der Konsum alkoholischer Getränke ging von 2023 auf 2024 um 1,8 Liter auf 115,1 Liter pro Kopf zurück. Damit liegt Deutschland beim Alkoholkonsum aber international weiterhin im oberen Bereich.
Ein Viertel weniger Bierabsatz
Der Bierkonsum sank den Angaben zufolge besonders deutlich, von 115,3 Litern pro Kopf im Jahr 2005 auf 88,0 Liter im Jahr 2024. Wein, Schaumwein und Spirituosen wurden ebenfalls weniger getrunken, allerdings fiel der Rückgang weniger deutlich aus.
Die Risiken bleiben trotzdem hoch: 2024 gaben 8,6 Millionen Menschen zwischen 18 und 64 Jahren an, Alkohol in riskanten Mengen zu konsumieren, wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte. Rund 9,5 Millionen berichteten demnach von mindestens einer Rauschtrink-Episode.
