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Löhne im Vergleich: Mit deutschem Pass gibt es mehr Geld

Eine Studie zeigt: Der Lohnabstand zu ausländischen Arbeitnehmern hat sich innerhalb von 30 Jahren sogar verdoppelt.

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Gruppe multikultureller Arbeiter in Fabrik macht Pause. Bild: IMAGO / Westend61 / Zeljko Dangubic

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München (tö). Ausländische Arbeitnehmer verdienen meist weniger als Beschäftigte mit deutschem Pass. Dies geht aus einer Studie des RWI – Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung hervor. Demnach erhalten Beschäftigte mit deutschem Pass pro Stunde 13 Prozent mehr Lohn als ausländische Mitarbeiter. Der Lohnunterschied hat sich der Untersuchung zufolge in den vergangenen 30 Jahren sogar verdoppelt.

Lohnungleicheit durch schlechter bezahlte Jobs

Für die gewachsene Lohnungleichheit führen die Forscher mehrere Gründe an: So zeigt ein Vergleich der Tätigkeitsprofile von deutschen und ausländischen Arbeitenden, dass sich einheimische Arbeitnehmer „nicht nur in gutbezahlten Berufen mit viel Kommunikationsbedarf“ spezialisieren. Sie übten „innerhalb dieser Berufe auch überwiegend interaktive Tätigkeiten aus“. Ausländer hingegen könnten etwa in Gesprächen mit Kunden nicht in ihrer Muttersprache reden. Dies könnte dazu beitragen, dass Chefs ihnen solche gutbezahlten Jobs, in denen kommunikative Fähigkeiten gefragt sind, weniger zutrauen oder sie sich selbst nicht zutrauen, sich für solche Jobs zu bewerben.

Die Wirtschaft braucht Arbeitskräfte aus dem Ausland

Ohne aus dem Ausland zugezogene Arbeitskräfte würde die Wirtschaft in Deutschland kaum funktionieren. Diesen Schluss legt eine Studie nahe, die das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung am Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung vorgelegt hat. So machten Migranten 2020 bundesweit zum Beispiel bei den Berufskraftfahrern einen Anteil von gut 23 Prozent aus. In der Gastronomie waren es sogar 31 Prozent, in der Fleischverarbeitung in Niedersachsen liegt ihr Anteil sogar bei 60 Prozent.

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