Berlin/Frankfurt (sth). Lange war sie erwartet worden, jetzt liegt sie endlich vor: die Zahl der Beschäftigten, die im Jahr 2021 Sonderbeiträge an die Deutsche Rentenversicherung (DRV) gezahlt haben, um bei einem vorzeitigen Ausscheiden aus dem Berufsleben Rentenabschläge ganz oder teilweise vermeiden zu können. Laut neuen Daten der Deutschen Rentenversicherung (DRV), die ihre-vorsorge.de vorliegen, überwiesen im vorvergangenen Jahr genau 41.483 Frauen und Männer neben den regulären Rentenbeiträgen für ihren Job zusätzlich Geld an die Rentenkassen, um Abschläge bei „vorzeitiger Inanspruchnahme einer Rente wegen Alters“ zu reduzieren. Das waren etwa 6300 oder knapp 18 Prozent mehr als 2020. Damals hatten 35.223 Beschäftigte Sonderbeiträge gezahlt.
Unter den Zahlern von Zusatzbeiträgen waren 2021 einer DRV-Mitteilung zufolge „rund 6000 Versicherte im Alter von 50-54 Jahren, die aufgrund des Flexirentengesetzes die Zahlungen bereits in diesem Alter leisten können“. Bis Juni 2017 durften rentenversicherte Beschäftigte erst ab dem 55. Lebensjahr Sonderbeiträge an die Rentenversicherung zahlen. Bereits Anfang Dezember des vergangenen Jahres war bekannt geworden, dass 2021 insgesamt rund 752 Millionen Euro als Sonderbeiträge an die Rentenversicherung geflossen waren. Im Jahr 2022 könnte diese Summe Schätzungen zufolge auf über eine Milliarde Euro gestiegen sein.
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