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So viel bekommen Sie 2023 netto mehr heraus

Fast alle Berufstätigen profitieren 2023 von Steuerentlastungen. Was in Euro und Cent zusätzlich herausspringt.

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Hand nimmt Geldscheine aus Geldbörse. Bild: IMAGO / Westend61 / imago stock&people

© Nicht definiert

Enlastung für geringe und mittlere Einkommen – meistens

Gemessen an ihrem Einkommen sind die Entlastungen noch höher als bei Gutverdienern. Der Grund: Gehälter bis zu 2000 Euro brutto fallen nun unter die Midijob-Regelungen. In diesen Fällen sind niedrigere Sozialabgaben zu leisten. 

 

  • Alleinstehende etwa mit nur monatlich 1500 Euro brutto können sich über ein Jahresplus von 510 Euro freuen. Für eine Alleinerziehende mit einem Kind und dem gleichen Gehalt kommen immerhin noch 353 Euro zusätzlich heraus.
  • Bei Arbeitnehmern, die sich mit ihrem Verdienst auf dem Niveau eines Durchschnittsverdieners in der gesetzlichen Rentenversicherung befinden, sind die Steuervorteile etwas größer. Ein Single mit 3500 Euro brutto bekommt 338 Euro mehr heraus. Bei einem verheirateten Ehepaar mit zwei Kinder sind es 355 Euro.
  • Am wenigsten profitieren Beschäftigte, deren Einkommen am oberen Ende der neuen Midijob-Marke liegt. In der Gehaltsklasse von 2000 Euro kommen Singles auf ein Jahresplus von 190 Euro, Alleinerziehende haben 145 Euro mehr zur Verfügung.
  • Aber: Verheiratete mit diesem Bruttogehalt haben eine leicht höhere Last zu tragen. Ihre Abgaben steigen aufgrund der höheren Zusatzbeiträge für die Krankenkasse und die Arbeitslosenversicherung um 60 Euro im Jahr.

Gutverdiener profitieren besonders

  • Arbeitnehmer aus der Gruppe der Singles verzeichnen mit einem Bruttogehalt von 7000 Euro das größte Plus. Ihnen bleiben über das Jahr 995 Euro mehr davon übrig.
  • Bei den Alleinerziehenden sind Berufstätige mit Bruttogehältern von 8000 Euro und mehr die Spitzenreiter: Bei Ihnen springt netto übers Jahr gerechnet 843 Euro zusätzlich heraus.
  • Auch Verheiratete im oberen Gehaltssegment kommen gut weg. In der Einkommensgruppe von 9000 Euro bleiben Kinderlosen 731 Euro, Eltern von zwei Kindern 739 Euro mehr im Jahr.



Datev hat bei den Berechnungen die wichtigsten gesetzlichen Änderungen berücksichtigt. Dazu zählt der höhere Grundfreibetrag, das ist das Einkommen, für das keine Steuern fällig sind. Diesen Freibetrag hat die Bundesregierung von 10.347 auf 10.908 Euro erhöht. Daneben steigt auch der Kinderfreibetrag pro Kind und Elternteil von 2810 auf 3012 Euro.

Negativ macht sich hingegen der höhere Beitrag für die Arbeitslosenversicherung bemerkbar, der von 2,4 auf 2,6 Prozent steigt.

Jährliche Nettoentlastung 2023 alte Bundesländer (West) 
Monatsbrutto in EuroSteuerklasse I,Steuerklasse III,Steuerklasse III,Steuerklasse II,
Singleverheiratet, 2 Kinderverheiratet, kinderlos alleinerziehend, 1 Kind
 Differenz des Jahresnettoeinkommens zu 2022 in Euro (Negativwerte bedeuten Belastung)
1500510353354353
2000190-60-60145
2500229159159201
3000279272270244
3500338355353297
4000406388386359
4500485427427432
5000461348341403
5500578408403513
6000706476469635
6500879548541755
7000995626621793
7500812475469671
8000812559551843
8500812645639843
9000812739731843
Brutto-Netto-Rechner Gehalt

Mit den Gehaltsrechnern berechnen Sie Ihren Nettolohn. Finden Sie heraus, was vom Brutto-Gehalt abgezogen wird und wie viel für die Altersvorsorge verbleibt:  

 

Jährliche Nettoentlastung 2023 neue Bundesländer (Ost)
Monatsbrutto in EuroSteuerklasse I,Steuerklasse III,Steuerklasse III,Steuerklasse II,
Singleverheiratet, 2 Kinderverheiratet, kinderlos alleinerziehend, 1 Kind
 Differenz des Jahresnettoeinkommens zu 2022 in Euro (Negativwerte bedeuten Belastung)
1500520362364362
2000189-60-60142
2500228159165200
3000277268266242
3500336355355294
4000403386384356
4500481427423428
5000450339332392
5500567399392503
6000695467458624
6500859539532747
7000789382375576
7500715368360571
8000715452446747
8500715540534747
9000715634628747

Quelle: DATEV eG


Die Werte wurden für das Bundesland Sachsen und ohne Kirchensteuer ermittelt, um die Vergleichbarkeit zu sichern. Der Arbeitnehmer ist in der gesetzlichen Krankenversicherung. 

Für 2022 wurde mit einem individuellen Zusatzbeitrag von 1,3 % gerechnet, für das Jahr 2023 mit einem individuellen Zusatzbeitrag von 1,6 %.

Außerdem zu beachten: Datev hat für die Steuertabelle mit einem durchschnittlichen Zusatzbeitrag für die Krankenkasse von 1,6 Prozent gerechnet. 2022 waren es noch 1,3 Prozent. Auch das führt zu leicht höheren Sozialabgaben. Bei einigen Krankenkassen ist der Zusatzbeitrag höher, bei anderen niedriger. Bei Versicherten dieser Kassen bleibt netto etwas weniger beziehungsweise mehr übrig, verglichen mit den Datev-Werten. 

Das Softwarehaus macht in seiner noch vor Weihnachten veröffentlichten Pressemitteilung auch darauf aufmerksam, dass sich „derzeit zusätzliche gesetzliche Änderungen in einem formal noch nicht ganz abgeschlossenen Gesetzgebungsverfahren zum Jahressteuergesetz 2022“ befinden. Diese könnten sich noch im neuen Jahr steuerlich auswirken, sind aber jetzt noch nicht berücksichtigt. Dies ändert jedoch nichts daran, dass für fast alle Berufstätigen 2023 nach Abzug von Steuern zum Teil deutlich mehr Netto vom Brutto übrigbleibt.

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