Frankfurt (tr). Geldmangel ist nach einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Verbraucherportals Verivox der wichtigste Grund, nicht ausreichend für das Alter vorzusorgen. Nach den drei wichtigsten Gründen für eine unzureichende Altersabsicherung befragt, geben 42 Prozent ein geringes Einkommen an. Zu geringe finanzielle Spielräume im Alltag sehen 36 Prozent als entscheidenden Faktor. Insgesamt ist Geldmangel in Folge von mindestens einem dieser beiden Gründe für 64 Prozent der Befragten eine der Hauptursachen.
36 Prozent sehen in unterbrochenen Erwerbsbiografien einen ausschlaggebenden Punkt und nennen Job-Auszeiten (25 Prozent) und/oder längere Teilzeitphasen (16 Prozent) als weitere wichtige Ursachen.
Geringes Einkommen für 48 Prozent der Frauen der Hauptgrund
Während nur 37 Prozent der Männer geringe Einkommen als zentrale Ursache für unzureichende Altersvorsorge sehen, sind es bei den Frauen mit 48 Prozent beinahe die Hälfte aller Befragten. Noch größer ist der Unterschied bei Erwerbsunterbrechungen: Insgesamt 43 Prozent der Frauen nennen Unterbrechungen wie Elternzeit oder längere Teilzeitphasen – etwa für Kinderbetreuung oder die Pflege von Angehörigen – als wichtige Gründe dafür, wenn Menschen nur schlecht fürs Alter vorsorgen können. Bei den Männern sind es lediglich 29 Prozent.
„Dass die Meinungen zu den größten Altersarmutsrisiken zwischen den Geschlechtern so weit auseinander gehen, ist kein Wunder“, sagt Oliver Maier, Geschäftsführer von Verivox Finanzvergleich. „Frauen sind bei der Altersvorsorge häufig doppelt benachteiligt: Sie haben im Durchschnitt geringere Einkommen und sind öfter von Erwerbsunterbrechungen betroffen. Gleichzeitig leben sie im Schnitt länger und benötigen daher tendenziell mehr finanzielle Rücklagen für den Ruhestand."
Jüngere geben häufiger Wissenslücken als Grund an
Auch altersabhängig gibt es teilweise deutliche Unterschiede: Während nur 32 Prozent der 18- bis 29-Jährigen geringe Einkommen als Hauptursache für unzureichende Altersvorsorge sehen, sind es bei den 50- bis 79-Jährigen 49 Prozent. Jüngere Menschen nennen dagegen wesentlich häufiger Wissenslücken: 32 Prozent der unter 30-Jährigen halten mangelndes Wissen über Vorsorgemöglichkeiten für einen wichtigen Grund, bei den über 50-Jährigen sind es nur gut halb so viele (17 Prozent).
